Hilfsmittelkatalog

Mobilität

Hilfsmittel, technische Einordnung und Versorgungshinweise.

Hilfsmittel für Mobilität im modernen Alltag
01

Bedarf klären

Welche Aktivität soll ermöglicht, erleichtert oder sicherer werden?

02

Lösungen vergleichen

Maße, Gewicht, Ausstattung und Bedienung müssen zum Alltag passen.

03

Versorgung abstimmen

Erprobung, Kostenklärung und individuelle Anpassung gehören dazu.

Produkte & Wissen

Passende Informationen finden

Lesen Sie Auswahlkriterien, vergleichen Sie technische Eigenschaften und prüfen Sie, welche Lösung zur persönlichen Situation passt.

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Fundierte Orientierung

Rollstuhlversorgung verständlich auswählen und nutzen

Kurz gesagt: Gute Rollstuhlversorgung passen nicht nur zu einer Diagnose oder Produktgruppe. Sie passen zur Person, zum Wohnumfeld und zu dem Ziel, das im Alltag erreicht werden soll – etwa Mobilität, Sitzposition und Teilhabe.

Rollstuhlarten aus der vorhandenen Datenbank

Die Datenbank unterscheidet Standard-, Leichtgewicht-, Adaptiv-/Aktiv-, Pflege-/Multifunktions-, Hemi-, Trippel-, Kinder- und XXL-Rollstühle. Diese Gruppen beschreiben unterschiedliche Versorgungsziele. Ein Standardrollstuhl dient häufig zeitlich begrenzter oder unterstützter Mobilität. Aktivrollstühle lassen sich genauer auf Körpermaße und Fahrverhalten abstimmen. Pflegerollstühle bieten zusätzliche Positionierungsfunktionen. Die Kategorie ist deshalb keine Qualitätsstufe, sondern der erste Filter für den vorgesehenen Einsatz.

Sitzbreite, Sitztiefe und Sitzhöhe

Die vorhandenen Datensätze führen Sitzbreiten, Sitztiefen, Sitzhöhen und Rückenhöhen getrennt. Die Sitzbreite soll ausreichend Platz bieten, ohne seitlichen Halt und Greifweg zu verschlechtern. Die Sitztiefe beeinflusst Oberschenkelauflage und Bewegungsfreiheit in der Kniekehle. Sitz- und Fußplattenhöhe wirken gemeinsam auf Beckenposition und Bodenkontakt. Für eine dauerhafte Versorgung sollten diese Maße fachlich am Menschen aufgenommen und nicht aus Konfektionsgrößen abgeleitet werden.

Eigengewicht und Gesamtmaße

Das Eigengewicht ist besonders relevant, wenn der Rollstuhl häufig verladen, über Schwellen bewegt oder von Begleitpersonen geschoben wird. Für die Nutzung in Wohnung, Aufzug und Bad sind Gesamtbreite, Länge und Wendebereich ebenso wichtig. In vielen Datensätzen wird die Gesamtbreite als Sitzbreite plus konstruktivem Zuschlag angegeben. Vor der Auswahl sollten deshalb die engsten Türen, Aufzugmaße, Abstellflächen und der Fahrzeugkofferraum gemessen werden.

Belastbarkeit, HMV-Nummer und Crashtest

Maximales Nutzergewicht und HMV-Nummer sind eigenständige Angaben. Eine HMV-Nummer unterstützt die Einordnung im Hilfsmittelverzeichnis, ersetzt jedoch weder Verordnung noch Einzelfallprüfung. Eine Kennzeichnung nach ISO 7176-19 weist auf eine Prüfung für die Nutzung als Sitz in einem Fahrzeug hin. Ob ein konkretes Modell mit seiner Ausstattung dafür freigegeben ist, muss anhand aktueller Herstellerunterlagen und des eingesetzten Rückhaltesystems geprüft werden.

Antrieb und Sitzfunktionen

Eigenantrieb, Schiebebetrieb, Zusatzantrieb und elektrischer Antrieb stellen unterschiedliche Anforderungen an Kraft, Greiffähigkeit und Umgebung. Sitzkantelung, Rückenwinkelverstellung, Sitzhub oder Stehfunktion können medizinisch und funktionell wichtig sein, erhöhen aber Gewicht, Platzbedarf und Bedienkomplexität. Die neuen Filter der Vergleichsseite dienen daher der Vorauswahl. Die endgültige Konfiguration sollte im Alltag erprobt und mit Therapie, Fachhandel und gegebenenfalls Pflege abgestimmt werden.

Versorgung und Nachkontrolle

Eine gute Rollstuhlversorgung beginnt mit dem Ziel: selbstständig fahren, sicher sitzen, Transfers ermöglichen oder Angehörige entlasten. Danach folgen Maßaufnahme, Auswahl geeigneter Bauarten, Erprobung, Konfiguration und Kostenklärung. Bei der Übergabe müssen Bremsen, Fußstützen, Faltmechanismus, Sitzkissen und mögliche Elektrofunktionen erklärt werden. Sitzposition, Haut, Schmerzen und Fahrverhalten sollten später kontrolliert werden, weil sich Körper, Fähigkeiten und Alltag verändern können.

Häufige Fragen

Antworten zu Auswahl und Versorgung

Woran erkenne ich passende Rollstuhlversorgung?

Für Rollstuhlversorgung sind insbesondere Sitzbreite und Sitztiefe, Antrieb und Kraft, Einsatzort und Wendekreis, Transport und Gewicht, Sitzfunktionen und Zubehör zu prüfen. Die Lösung sollte das vereinbarte Alltagsziel erreichen und von den beteiligten Personen sicher bedient werden können.

Welche Arten gehören zu diesem Bereich?

Je nach Bedarf kommen unter anderem Standardrollstuhl, Leichtgewichtrollstuhl, Aktivrollstuhl, Pflegerollstuhl, Elektrorollstuhl infrage. Diese Varianten erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sollten nicht allein nach Preis oder Produktbezeichnung ausgewählt werden.

Wer unterstützt bei Rollstuhlversorgung?

Abhängig von der Situation können Arztpraxis, Pflegeberatung, Therapie, Sanitätshaus oder ein spezialisierter Leistungserbringer beteiligt sein. Bei komplexen Versorgungen ist eine gemeinsame praktische Beurteilung sinnvoll.

Wie wird die Kostenübernahme geklärt?

Zuständigkeit und Verfahren hängen vom Zweck der Versorgung ab. Verordnung, Begründung, Kostenvoranschlag, möglicher Eigenanteil und Vertragspartner sollten vor einer Bestellung mit Kranken- oder Pflegekasse geklärt werden.

Redaktioneller Hinweis: Stand 05.09.2026. Die Informationen dienen der Orientierung in Deutschland. Sie ersetzen keine individuelle medizinische, pflegerische oder rechtliche Beratung. Produktangaben und Leistungsbedingungen sollten vor einer Entscheidung aktuell geprüft werden.

Aus der Hilfsmitteldatenbank

Passende Hilfsmittel zu diesem Bereich

Die Einträge stammen aus dem bestehenden Hilfsmittelkatalog und führen zu den jeweiligen Detailseiten.

Rollstuhl

Aktivrollstuhl

Der Rollstuhl für den aktiven Lebensstil.

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Arthritisrollator

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Breiter Rollstuhl

Für Sitzbreiten über 60cm gibt es spezielle Rollstühle. Diese müssen als Schwerlast-Rollstuhl bei der Krankenkasse beantragt werden.

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Rollstuhl

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Elektrische Unterstützung beim Schieben von einem Rollstuhl.

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Elektrisches Fahren und bei Bedarf mit vielen Zusatzfunktionen ausrüstbar.

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Sicheres Vorankommen in der City ist mit dem Elektroscooter kein Problem mehr. Der Aktionsradius erweitert sich enorm.

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Elektrisches Fahren und trotzdem den Rollstuhl zusammenfalten können.

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Wurde mittlerweile durch Elektrorollstühle ersetzt. Es fahren noch einige wenige.

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Indoor-Rollator

Die Unterstützung zum Gehen in den eigenen viel Wänden. Leicht und wendig.

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Leichtgewicht-Rollator

Der Leichtgewicht-Rollator wiegt weniger als ein normaler "Kassen-Rollator" und kann optimal geparkt und verstaut werden.

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Leichtgewicht-Rollstuhl

Die leichte Variante eines Standard-Rollstuhls.

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