Wofür braucht man ein Dekubituskissen
Das lange Sitzen auf einer Stelle wie z.B. im Rollstuhl kann schnell zum Dekubitus führen. Es beginnt mit einer oder mehreren roten Stellen am Gesäß (Stufe 1) und führt oft unbemerkt zu Stufe 2 und wird schmerzhaft. Wenn nicht dagegen reagiert wird, kann sich der Dekubitus schnell verschlimmern. Deshalb gibt es Sitzkissen gegen Dekubitus. Diese sogenannten Antidekubitus-Sitzkissen, oder auch AD-Sitzkissen, wirkt mit seinem Aufbau so, dass der Druck, der durch das Sitzen auf das Kissen wirkt, so gut wie nur möglich verteilt wird. Gerade für Stufe 1-3 ist es wichtig, z.B. die Spitzenlast der Sitzhöcker auf Oberschenkel und den restlichen Po durch ein Dekubituskissen zu verteilen und gleichzeitig an den Sitzhöckern nachzugeben. Dadurch wird an den Sitzhöckern der Druck gesenkt und einem entstehenden Dekubitus entgegengewirkt. Ab Stufe 3-4 ist ein AD-Sitzkissen unerlässlich und sollte speziell auf den Nutzer angepasst sein um die Heilung zu unterstützen.
Diese Dekubituskissen gibt es
Es gibt viele Hersteller, die sich auf Anti-Dekubitus-Sitzkissen spezialisiert haben. Jeder einzelne geht dabei seinen eigenen Weg und erfindet immer neue Möglichkeiten, spezielle Materialien und Formen zu entwickeln, die geben Dekubitus helfen können. Im Grund gibt es aber immer um die drei wichtigsten Grundsätze:
- Druck verteilen Das Körpergewicht auf die gesamte Sitzfläche verteilen
- Maximale Druckbelastungen verhindern An Sitzhöckern nachgeben, an unbelasteten Stellen Druck übernehmen
- Sitzposition optimieren Beckenschiefstellung korrigieren und Belastung besser verteilen
Es gibt ja den Spruch »Viele Köche verderben den Brei« aber dies trifft beim Kampf gegen Dekubitus nicht zu. Hier trifft eher »Viele Wege führen nach Rom« zu und so gibt es viele Varianten, die helfen können:
Jede Variante eines Dekubituskissen für einen Rollstuhl führt zum Erfolg. Wichtig ist jedoch, dass es ein eingetragenes und geprüftes Hilfsmittel ist. Diese Zertifizierung garantiert durch medizinische Studien die Wirksamkeit und wird daher durch die Krankenkassen übernommen.