Der große Elektromobil-Vergleich

Ein Elektromobil, auch Scooter genannt, ist ein vierrädriges Fortbewegungsmittel für Senioren und Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind. Wer darauf angewiesen ist, kann einen Scooter über die Krankenkasse beantragen. Welches Elektromobil ist denn eigentlich das richtige? Welche Größe passt zu mir und welche Geschwindigkeit soll das Elektromobil haben?

Elektromobile im Vergleich

Diese Elektromobile gibt es

6-Km/h-Scooter
10-Km/h-Scooter
15-Km/h-Scooter
20-Km/h-Scooter
25-Km/h-Scooter
Über Krankenkassse
Ja
Mit Aufzahlung
Mit Aufzahlung
Mit Aufzahlung
Mit Aufzahlung
ÖPNV
Möglich
Nein
Nein
Nein
Nein
Gewicht
ca. 60 Kg
ca. 60 Kg
ca. 70 Kg
ca. 70 Kg
ca. 70 Kg
Reichweite
Standard-Akku
15-32 Km
30-32 Km
30-50 Km
30-50 Km
30-70 Km
Reichweite
Maximal
bis zu ca. 70 Km
bis zu ca. 70 Km
bis zu ca. 70 Km
bis zu ca. 100 Km
bis zu ca. 100 Km

Wer darf ein Elektromobil fahren?

Elektromobile gelten als Krankenfahrstühle, die maximal 15km/h fahren können. Das Elektromobil darf nicht breiter als 110cm sein und das Eigengewicht inklusive Akku muss unter 300kg liegen. Inklusive Fahrer und Gepäck darf das zulässige Höchstgewicht, maximal 500kg betragen. Dann darf mit dem Elektro Scooter ohne Führerschein gefahren werden. Bedenke: ein Elektromobil, welches die zulässige Maximalgeschwindigkeit von 6 km/h überschreitet, muss versichert werden. Die Versicherung beträgt um die 50€ pro Jahr.

Grundsätzlich gilt, dass Fahrer von E-Mobilen mindestens 15 Jahre alt sein müssen und die generellen Straßenverkehrsregeln bekannt sein und beachtet werden müssen. Der/die FahrerIn muss sowohl körperlich als auch geistig dazu in der Lage sein, das Elektromobil sicher zu bedienen und sich im Verkehr zurecht finden. Für E-Mobil-Modelle, die die Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 km/h erreichen, wird ein Führerschein der Klasse AM (Mofa) benötigt.

Dieser Scooter passt zu dir

Für viele Menschen mit einer Gehschwäche, ob aus Altersgründen oder durch eine andersweitige Behinderung verursacht, ist der Rollator ein wichtiges Hilfsmittel im Alltag. Allerdings ist der Aktionsradius meist trotzdem eingeschränkt und weitere Hilfe ist oft nötig, um Arztbesuche oder Einkäufe vorzunehmen. Selbst Ausflüge und der Besuch von Veranstaltungen mit Freunden ist oft nur eingeschränkt möglich.

Mit einem Scooter/Elektromobil lässt sich der Aktionsradius um den Wohnort stark erweitern. Es lassen sich mühelos mehrere Kilometer überwinden, die mit dem Rollator nicht möglich waren. Vor der Wahl eines Elektromobiles sollte klar sein, wie weit das am weitest entfernte Ziel ist, welches häufig erreicht werden muss. Diese Strecke mal zwei (für Hin- und Rückfahrt) ergibt die erforderliche Reichweite, die der Scooter unter allen Widrigkeiten schaffen sollte.

Wenn die Strecke dann noch sehr lang ist, kann es hilfreich sein, sich sogar ein schnelleres Modell anzuschaffen. Große Räder bieten mehr Komfort und Bodenfreiheit, sammeln aber auch mehr Schmutz auf und sind nicht für jedes Elektromobil verfügbar. Eine größere Batterie kann bei der Anschaffung auch viel teurer sein, bietet aber mehr Reichweite. Die Wahl des passenden Elektromobiles kann knifflig sein. Lass' dich am Besten vom Fachberater im zuständigen Sanitätshaus beraten.

Was bedeutet ÖPNV

Die Abkürzung ÖPNV bedeutet "Öffentlicher Personennahverkehr". Ein Elektromobil mit einer Kennzeichnung als ÖPNV-tauglich darf in Bus und Bahn mitfahren. Die Voraussetzungen für die Plakette ist, dass das Elektromobil die Außenmaße von 120cm in der Länge und 60cm in der Breite nicht überschreitet. Außerdem muss eine Feststellbremse vorhanden sein, welche den Scooter, zusätzlich zur eigentlichen Motorbremse, vor dem Wegrollen sichert.

In einigen Städten ist es nötig, bei den ansässigen ÖPNV-Unternehmen ein Fahrsicherheitstraining für Elektromobile durchzuführen. Bei diesem lernt man u.a. auch die Regeln für die Mitfahrt in z.B. der Straßenbahn. Erkundige dich, ob in deiner Stadt solch eine Schulung für Elektromobilfahrer notwendig ist.