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Lagerung im Pflegebett

Bettlägerige Menschen im Pflegebett richtig lagern

Bei bettlägerigen Menschen ist es häufig so, dass ich diese oft nicht selber lagern können. Dies bedeutet, dass das selbstständige Drehen und das Wechseln der Liegeposition, sprich umdrehen und anders hinlegen, kaum oder nicht mehr möglich ist. In diesem Fall ist eine Lagerung durch andere Personen sinnvoll und häufig sogar nötig. Hier erfährst du alles über die Lagerung von zu pflegenden Menschen und warum ein Pflegebett notwendig ist.

Warum muss man überhaupt lagern?

Bei Menschen, die sich nicht mehr selbständig umdrehen und neu positionieren können, ist es in den meisten Fällen so, dass sich mit der Zeit Druckgeschwüre (Dekubitus) bildet. Lies hier mehr darüber, was einen Dekubitus überhaupt ist. Außerdem wird die Haut immer Schweiß absondern und sich besonders zwischen (sich berührenden) Hautstellen sammeln und die Haut irritieren. Um diese beiden hauptsächlichen Folgen auszuschließen, ist eine zeitlich getaktete Lagerung nötig.

Häufigkeit der Lagerung

Die Häufigkeit der Lagerung hängt von mehreren Faktoren ab. Es der körperliche Zustand, der hauptsächlich ausschlaggebend ist. Darunter zählen dann der Hautzustand, die Bewegungsfähigkeit, Körpermasse (BMI) und der Grad eine vorhanden Dekubitus. Bei der Körpermasse sollte darauf geachtet werden, wie gut das Gewebe und die Fettschichten ausgeprägt sind. Zwei Knochen, über welchen sich kaum Gewebe und Fettschicht befinden, neigt schnell zur Bildung eines Dekubitus. Anders herum ist es auch möglich, dass ein fülliger Mensch vermehrt zur Schwweißbildung neigt und sich dadurch ein Dekubitus bilden kann.

BMI
Hautzustand
Bewegungsfähig
Dekubitus Stadium
Häufiges Lagern
Niedriger oder hoher BMI
Feucht
Selten bis nie
0-4
Mittleres Lagern
Normaler BMI
Trocken
Selten bis teilweise
1-4
Seltenes Lagern
Normaler BMI
Normal
Teilweise bis gut
1-4
Kein Lagern
Normaler BMI
Normal
Ohne Probleme
ohne

Wie oft nun die Häufigkeit der Lagerung eines einzelnen Menschen wirklich bedeutet, ist letztendlich von vielen Faktoren abhänging und sollte über die Tage und Wochen ständig angepasst werden. Eine häufige Lagerung sollte 1-4 mal pro Stunde, eine mittlere Lagerung zwei Mal pro Stunde und eine seltene Lagerung wenigstens ein Mal jede Stunde erfolgen. Dies kann auch durch einfache, leichte Drehung durch die Person selbst erfolgen, sofern die noch möglich ist.

Wer lagert einen Menschen im Pflegebett

Nicht in jedem Fall ist eine Pflegekraft für die Lagerung nötig. Jeder normaler Mensch bewegt und dreht sich im Liegen pro Stunde viele Male, selbst unterbewusst im Schlafen. Dies reicht im Normalzustand völlig aus. Bei bettlägerigen Menschen wird es unter Umständen etwas komplizierter. Je nach Gewicht der Person sind ein bis zwei Pflegekräfte nötig, um die Person so gut wie möglich ohne die Erzeugung von Scherkräften umzulagern. Dazu kann ein vorhandenes Pflegebett wirklich wichtig sein. Dieses kann auf eine angenehme Arbeitshöhe hochgefahren werden und entlastet die pflegenden Personsn ungemein.

Lagerungskissen als sinnvolles Hilfsmittel

Damit jedoch stabile Positionen eingenommen werden können, kann ein Lagerungskissen sehr hilfreich sein. Diese Lagerungskissen dienen der Stabilisierung bei z.b. Seitenlagerung oder medizinischen Lagerungen von bestimmten Gliedmaßen oder Körperstellen. Sie gewährleisten eine ganzflächige Druckverteilung des Körpergewichtes und verhindern übermässige Druckspritzen an einzelnen Stellen. Lagerungskissen haben ein spezielles Granulat im Inneren, welches sich so verteilt, dass die Kissen stabil in einer position bleiben können. Dieses Granulat passt sich automatisch der Körperform an und stellt eine ganzflächige Druckverteilung sicher. Zu beachten ist jedoch die Fläche des Lagerungskissens, welches häufig aus abwischbaren Material besteht und leider auch keine Körperflüssigkeiten wie Schweiß und Urin aufnimmt. Dies hat zur Folge, dass ich zwischen Haut und Lagerungskissen Schweiß sammeln kann, die Ausschläge hervorrufen können, wenn nicht ausreichend oft umgelagert wird.