Elektro-Rollstuhl Batterie richtig laden

Tipps, wie man die Akkus von E-Rollstuhl und Scooter richtig lädt und sich Reichweite durch richtiges Laden bewahrt.

Oft wird gefragt, wie man die Akkus von Elektrorollstühlen richtig lädt. Wir haben ein paar Tipps für Sie vorbereitet, welche Ihnen viele Probleme mit Ihrem Akku ersparen können. Dieser Ladeguide gilt für Akkus aus Rollstuhl und Scooter mit Gelbatterie, nicht jedoch für Lithium-Ionen-Akkus. Es ist nur Tipps und ersetzen nicht die Angaben und Empfehlungen vom Hersteller oder Handbuch Ihres Gerätes. Die Bezeichnung als Batterie ist falsch: es ist ain Akku oder Akkumulator, welcher wiederaufladbar ist.

Wie lade ich meine Akkus richtig?

Tägliche Ladung
Nach jedem Gebrauch über Nacht laden (8-10h), kann am Ladegerät bleiben
Erwünscht
Batterien ab und zu mal in den roten Bereich fahren, anschließend laden.
Erlaubt
Ladegerät dauerhaft dranlassen
Längere Standzeit
Regelmäßig alle 2 Wochen für 12h laden
Neue Akkus
10 Mal bis auf Beginn des roten Bereichs leer fahren, danach 8-12 Stunden laden

Halten Sie die Ladezeiten von 8 bis 12 Stunden ohne Unterbrechung ein! Am besten laden Sie die Akkus über Nacht wenn Sie schlafen. Sind die Batterien voll geladen, wird kaum Strom verbraucht und das Ladegerät geht in "Erhaltungsladung" über.

Frage: Schon nach kurzem Fahren sinkt die Batterieanzeige

Häufig wird berichtet, dass Die Ladeanzeige schon nach wenigen Minuten Fahrzeit bis in den gelben Bereich absinkt. Dies kann viele Gründe haben und hier sind die häufigsten Gründe dafür, dass der Akku beim Fahren schnell leer wird:

1.
Die Akkus werden zu kurz geladen
2.
Die Akkus werden "tot" gefahren
3.
Die Akkus werden falsch geladen

1. Nach kurzem Laden wird die Anzeige Ihres Rollstuhls bereits "voll" anzeigen. Diese Anzeige trügt jedoch! Die Elektronik merkt erst nach einiger Fahrzeit genau, wie der Ladezustand des Akkus ist. Durch eine nicht ausreichende Ladezeit ist zwar die anliegende Spannung bei "voll" aber die Kapazität nicht "voll befüllt". Beim fahren sinkt dadurch die Spannung im Akku schneller und die Ladeanzeige geht schnell runter. Was sie dagegen tun können ist, einfach immer den Akku wirklich 8-12 Stunden am Ladegerät zu lassen.

2. Das schlimmste, was man dem Akku antun kann ist es, ihn "tot" zu fahren. Dies macht man, indem man den Akku so weit leer fährt, dass der E-Rollstuhl stehen bleibt. Das ist dann schon der erste Fehler. Der zweite Fehler wird dann fast immer gleich im Anschluss begangen: man wartet kurz und startet den Elektrorollstuhl wieder und fährt soweit, sodass er wieder aus geht. In desen Fällen zerstört man die Zellen in den Akkus und die Kapazität sinkt dauerhaft und irreparabel. Auch wenn man dadurch eventuell noch bis nach Hause kommt, der Rollstuhl-Versorger kann Ihnen die defekten Batterien in Rechnung stellen und dies kann u.U. mehrere hundert Euro kosten.

3. Ein weiterer Grund für das schnelle Absinken der Akkuanzeige ist, dass der Akku an Kapazität verloren hat! Dafür gibt es zwei Gründe: der erste Grund ist, dass die Akkus über einen langen Zeitraum jeden Tag geladen werden, obwohl diese noch im grünen oder gerade mal am Anfang des gelben Bereichs sind. Dann "verlernt" der Akku seine wahre Kapazität. Der zweite Grund ist, dass neue Akkus am Anfang ihrer Lebensdauer nicht ordentlich eingefahren und geladen wurden. In beiden Fällen fahren Sie mit dem Akku, wenn nicht gerade lange Touren geplant sind, den Akku bis zum Anfang des Roten Bereichs und laden ihn dann über Nacht für 8-12 Stunden wieder voll auf. Diese Methode sollten Sie die ersten 5-8 Mal durchführen und dann auch mehrmals im Monat beibehalten. Oft erholt sich der Akku dann wieder und erhält seine normale Kapazität.

Dies sollten Sie mit den Akkus niemals machen

Gehen Sie immer pfleglich mit Ihren Akkus um, denn durch sie können sie mobil sein! Es gibt einige Möglichkeiten, die Akkus dauerhaft zu schädigen. Wir warnen ausdrücklich davor! Fahren Sie die Akkus Ihres Elektrorollstuhls niemals soweit leer, dass der Rollstuhl aus geht. Viel wichtiger ist es, diesen dann aus zu lassen und nicht mehr Abschnittsweise weiterzufahren. Damit zerstören Sie die Batterien und ein sehr teurer Austausch der Akkus wird fällig.

Auch wenn es witzig klingt: es gibt Menschen, die fahren mit einem Elektrorollstuhl ins tiefere Wasser. Ihr Rollstuhl ist allerdings nur Spritzwassergeschützt und dies auch nur von oben! Alle Pfützen und Gewässer, welche beim Rollstuhl an den Unterboden reichen, sollten Sie tunlichst meiden. Ein Kurzschluss sowie die Zerstörung von Elektronik und Akku können die Folge sein.

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